Mittwoch, 24. Dezember 2014

Ketten-Anhäger "Tree of Life"


Diesen schönen Anhänger habe ich für meine Mutter zu Weihnachten gebastelt...
Ich habe mich hierbei genau an die Anleitung von Youtube gehalten (s. unten) - das hat super funktioniert, auch wenn ich immer wieder "zurückspulen" musste ;-)
Für das Band hatte ich dann einen "Zauberknoten" verwendet, so dass man die länge der Kette immer wieder ändern kann:











Anleitung gesehen bei Youtube:

Montag, 1. Dezember 2014

Adventskalender - Die günstige Variante


Diesen Adventskalender habe ich meinem Schatz gemacht - dieses Jahr mal in der günstigen Version:
Einfach ein Holzbrett mit einem einfachen IKEA-Stoff bezogen (auf der Rückseite fest getackert, mit einer Tackerpistole) und dann die Plastikbecher vorne drauf getackert. Vorher die Becher mit Washi-Tape verzieren, ausgedruckte Nummern drauf kleben und die Servietten dran tackern...
Der Tacker war hier eindeutig das wichtigste Werkzeug ;-)

Ihm hat's gefallen!!

Mittwoch, 19. November 2014

J. D. Salinger - "Der Fänger im Roggen"


Über den Autor:
J. D. Salinger (*1919 in New York; 2010 gestorben in New Hamshire) arbeitet in seinem Leben nicht nur als Kritiker, Autor und Herausgeber, sondern auch als Kaufmann und Soldat. Der Umfang seiner Werke ist zwar überschaubar, jedoch schafft es Salinger einer der bekanntesten zeitgenössischen us-amerikanischen Autoren zu werden. Sein "Der Fänger im Roggen" gilt als Standardwerk und Klassiker der amerikanischen Literatur.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Holden Caulfield ist ein schwieriger Jugendlicher, der eben erfahren hat, dass er wieder vom Internat geflogen ist. Unfähig seinen Eltern die Wahrheit mitzuteilen, vertreibt er sich die Zeit im New York von 1949. So richtig erwachsen ist er noch nicht, versucht das aber zu überspielen und erlebt allerhand seltsame Szenen in den wenigen Tagen, bis er sich entscheiden muss, wie er weitermachen will...


Meinung:
Im ersten Moment weiß ich nicht, was ich von dem Roman überhaupt halten soll... Wen ich mein Wissen darum, dass es sich um einen Klassiker der amerikanischen Gegenwartsliteratur handelt, außer Acht lasse, muss ich leider sagen, dass ich das Buch nicht besonders gut finde. Eigentlich hat es so gut wie keine Handlung und für mein Verständnis auch recht wenig Aussage. Ich gebe zwar zu, dass sowohl die teilweise Oberflächlichkeit der Gesellschaft (wahrscheinlich nicht nur die amerikanische), als auch Ziellosigkeit eines gewöhnlichen Jugendlichen sehr gut beschrieben werden. Aber gleichermaßen wirkt die Handlung auf mich doch sehr künstlich und kreiert. So "mutig" wie Holden, wären glaube ich die Wenigstens - einfach abhauen und allein durch die Großstadt tigern... Letztendlich scheint ihn ja nur seine kleine Schwester und seine akute Krankheit von der vollständigen Flucht aus seinem Leben abzuhalten. So hoffnungslos sind doch nicht alle Jugendlichen.

Was ich allerdings herausragend finde ist der Ich-Erzählstil, der ganz fabelhaft umgesetzt ist. Holden weiß nichts, was er nicht selbst denkt und sieht. Am Ende habe ich sogar kurz gedacht, er wäre in der Zwischenzeit verrückt geworden, was sich ganz echt und realistisch für mich als Leser angefühlt hat.

Fazit:
Insgesamt bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Dieser weitere Einblicke in menschliche Abgründe berührt mich doch auf verschiedenen Ebenen. Es ist sehr gut geschrieben, auch wenn ich die Handlung als äußerst unzureichend empfinde.

Zitat:
"Schon gut, schon gut", sagte ich, "reg dich nicht auf." Offensichtlich war er nicht in der Stimmung, über irgend etwas Ernsthaftes mit mir zu sprechen. Das ist mit diesen Intellektuellen immer so. Sie wollen nur dann über etwas Ernsthaftes reden, wenn sie selbst dazu aufgelegt sind. Ich begnügte mich also mit allgemeinen Themen. "Sag mir im Ernst, was macht dein Liebesleben?" fragte ich. [...]
(Seite 106)

Autor:Jerome David Salinger
Kategorie:Gesellschafts-Roman
Erstveröffentl.:1951
Ausgabe von:1966
Seiten:160
Verlag:Rowohlt
ISBN:3-499-10851-8

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:2
Charaktere:4
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:2
Gesamteindruck:3

Sonntag, 16. November 2014

Jennifer Benkau - "Dark Destiny"

Quelle: www.amazon.de

Band 2 von "Joy und Neél"

Über den Autor:
Über Jennifer Benkau ist nur wenig bekannt.
Sie wird 1980 in Solingen geboren und fängt bereits als Kind mit dem Schreiben von Geschichten an. Mittlerweile ist sie verheiratet und hat drei Kinder.
(Quelle: Amazon und wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Ein Krieg zwischen den Menschen und den Percents steht kurz bevor - wie können Joy und Neél da jemals glücklich werden...?

Meinung:
Im Gegensatz zum ersten Band ist dieser Roman gespickt von kitschigen Liebesszenen, die so gar nciht zu den "ursprünglichen" Charakteren passen.
Hinzu kommt, dass die beiden Liebenden dennoch immer besonnen handeln, und immer genau das Handeln der anderen Menschen/Percents vorhersehen. Diese "Über-Intelligenz" wirkt leider etwas unrealistisch. Schade.

Vermutlich ging es Jennifer Benkau insgesamt eher um die Herausbildung des Unterschieds zwischen Liebe und Krieg, was ihr auf diesem Weg recht gut gelungen ist. Leider kommt die Botschaft der Sinnlosigkeit des Krieges nicht so gut zur Geltung, weil die Argumente beider Seiten so verständlich geschildert werden - man versteht den Kampf...

Für meinen Geschmack ergibt sich Benkau aber zu oft in dramatisch-kitschigen Aussagen. Dass die Leute ständig nur tiefsinnige, bedeutungsträchtige Worte finden, wirkt ebenso unrealistisch. Dem hätte mit falschen Entscheidungen entgegengewirkt werden können, aber unsere Charaktere sind wahre Helden und machen immer alles richtig (gefühlsmäßig von mir bewertet).

Da die Liebesgeschichte dieses Mal verkitscht wurde, bin ich als Leser auch vom Ende enttäuscht, dass dazu leider nicht mehr passt.

Insgesamt muss ich sagen, dass der zweite Roman auch sehr unterhaltsam ist, aber weder Überraschungen, noch Genugtuung bringt. Besonders nachdem der Ausgang vorweggenommen wird, was mir besonders missfällt (ich bin keine Person, die die letzte Seite als erstes liest; meistens lese ich nicht einmal den Klappentext!). Ic Das mag ich nicht und frustriert mich von Anfang an, Aussage und Wichtigkeit des Themas hin oder her.

Fazit:
Unterhaltsamer aber für mich schlecht umgesetzter zweiter Teil, zu einem so vielversprechendem Auftakt der hohe Erwartungen geweckt hatte...

Autor:Jennifer Benkau
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2013
Ausgabe von:2013
Seiten:464
Verlag:Kindle Edition
ASIN:B00H9J9WWM  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:4
Charaktere:2
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Samstag, 15. November 2014

No. 174 - "Donatello"

Wir waren zwar nur eine Woche auf Boavista, hatten aber einen super schönen Urlaub hier. Die Insel ist wirklich große Klasse!

Unser Hotel lag nur einen kleinen Spaziergang von diesem schönen Tradi entfernt. Wir haben es sehr genossen am Strand entlang zu laufen.
An einem anderen tag haben wir auch noch eine Insel-Tour mitgemacht. Boavista (Kapverdische Inseln) hat viel zu bieten, vor Allem aber wunderschöne Sandstrände mit hohen Wellen (zumindest bei uns im Süden) (auf dem Bild keine hohen Wellen, war aber auch der einzige Tag, an dem die Wellen nicht meterhoch waren!). Nicht gut geeignet für kleine Kinder, aber uns großen "Kindern" hat es viel Spaß gemacht...
:-)



GC3AKEJ - "Donatello" - Boavista - Kap

Freitag, 14. November 2014

Jennifer Benkau - "Dark Canopy"

Quelle: www.amazon.de

Band 1 von "Joy und Neél"

Über den Autor:
Über Jennifer Benkau ist nur wenig bekannt.
Sie wird 1980 in Solingen geboren und fängt bereits als Kind mit dem Schreiben von Geschichten an. Mittlerweile ist sie verheiratet und hat drei Kinder.
(Quelle: Amazon und wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Vor den Lesern breitet sich eine düstere Zukunftsvision aus: Die Menschen sind Unfreie, bewacht von der selbst geschaffenen Spezies, den Percents.

Joy ist eine Rebellin, die außerhalb der Stadt wohnt. Als sie eines Tages gefasst wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie lernt ihren neuen Herrn, der sie zu einer Soldatin ausbilden muss, kennen. Aber der Percent ist ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat und er hat sogar einen Namen: Neél.

Meinung:
Schnell ist man begeistert von der freiheitsliebenden Joy und bleibt als Leser treu an ihrer Seite, auch, wenn gelegentlich die Erzählperspektive von der Ich-Perspektive in die Personale wechselt.

Der Schreibstil ist äußerst flüssig und die Atmosphäre durchgehend angst einflößend. Obwohl man später kaum noch Angst um Joy empfindet, die alle (Schicksals-)Schläge wegsteckt wie nix. Für meinen Geschmack ist sie tatsächlich etwas zu viel "Superheldin", was leider recht unrealistisch ist. Dennoch ist ihr Charakter irgendwie authentisch beschrieben und versetzt einen selbst in diese dunkele, dystopische Nachkriegszeit.

Es ist erfrischend, dass sich die Liebesgeschichte mal nicht auf romantisch stilisierter Basis aufbaut und daher auch nicht übermäßig kitschig wirkt. Gefällt mir sehr gut!

Auch wenn die Entwicklung der Story doch an vielen Stellen etwas vorhersehbar ist, handelt es sich doch um einen äußerst unterhaltsamen Roman, der Lust auf den zweiten Band macht.

Fazit:
Für Fans von Dystopien ein absolutes Muss.


Autor:Jennifer Benkau
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2013
Seiten:528
Verlag:Kindle Edition
ASIN:B00H9J9WJA  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:4

Dienstag, 14. Oktober 2014

Marah Woolf - "BookLess. Ewiglich unvergessen"


Dritter Band der BookLessSaga (Trilogie).

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte und Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist ihr erster großer Erfolg, an den sie mit ihrer BookLessSaga direkt anknüpft...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Achtung: der folgende Text enthält Spoiler!!!

Inhalt/Über das Buch:
Lucy erwacht und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie hat alles vergessen, die Flucht vor dem Bund, den Hundebiss an dem sie fast gestorben ist und Nathan, den sie liebt. Wie kann sie jetzt der arrangierten Ehe entfliehen. Und wie kann sie jetzt noch die Bücher retten?

Meinung:
Marah Woolf schreibt in der Danksagung, dass sie das Gefühl hatte, ein Buch über Bücher würde ihren Lesern gefallen. Das kann ich nur bestätigen. Besonders nachdem ich bereits das ein oder andere Buch über Bücher gelesen habe, freue ich mich sagen zu können, dass diese Trilogie eine wunderschöne Geschichte mit und über Bücher ist. Der Stil ist überaus einfühlsam und gefühlvoll. Man kann sich gut mit den Hauptcharakteren identifizieren und fiebert der Auflösung entgegen.

Ein kleiner Schwachpunkt stellt aus meiner Sicht der Schluss dar. Dem Finale fehlt es für meinen Geschmack an Ausgefallenheit. Hier habe ich irgendwie mehr erwartet. Gerade bei der Bekämpfung des Bösewichtes bleibt Lucy sehr passiv. Eigentlich trägt sie überhaupt äußerst wenig zu der Entwicklung in diesem dritten Band bei. Aber das ist nur eine Kleinigkeit und fällt nicht schwer ins Gewicht. Im Großen und Ganzen finde ich die Entwicklung der Charaktere in Ordnung, obwohl es mir am Ende etwas viel "Friede, Freude, Eierkuchen" gibt.

Der Spannungsbogen wird durch die anhaltende Gefahr in der Sich die Personen befinden bestehen. Nachdem Lucy und Nathan aber wieder zusammen sind, hat der Leser keine Angst mehr vor einem Scheitern der Beiden. Vielleicht kommt mir das aber auch nur so vor.

Schade, dass das Buch am Schluss so schnell zu ende ist, ich hätte noch ewig weiterlesen können. Die gesamte Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Wieder hat Woolf schöne Zitate zwischen den Kapitel gebracht. Das macht alles sehr stimmungsvoll. Tatsächlich lesen Buchliebhaber wohl gerne über Bücher, die sie bereits gelesen haben. Die Vorstellung mit einer Romanfigur sprechen zu können (oder sogar mit einem Buch), gefällt mir irgendwie auch richtig gut. Ein schöne Idee!

Ich kann diese kleine Fantasy-Reihe guten Gewissens weiterempfehlen, aber die Bücher hat zur Zeit ja eh schon fast jeder gelesen
;-)

Fazit:
Ein gelungener, wenn auch schneller Abschluss einer wirklich schönen Trilogie über Bücher-Abenteuer, die Lust auf Lesen macht (noch mehr Lust, als ich sowieso schon habe - fehlt nur noch die Zeit...)

Zitat:
»Aber was ist dann? Wenn der Gang noch existiert und wir auf diesem Weg zum Schloss kommen, müssen wir hoffen, dass die Tür auf der anderen Seite frei ist. Wir müssen durch den Keller, den Ausgang finden und dann Lucy irgendwie da rausholen. Allerdings wird Batiste sie kaum aus den Augen lassen.«
»Darüber, mein Junge, machen wir uns Gedanken, wenn Sam den Eingang gefunden hat. Vorher ist das mehr als müßig. Ein Schritt nach dem anderen, dann kommst du unweigerlich ans Ziel.«
»Wenn das immer so einfach wäre«, murmelte Colin.
»Das ist es«, Molly kippte ihm eine große Portion Rührei mit Speck und Bohnen auf den Teller.
[...]
(14. Kapitel)
Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Mystery
Erstveröffentl.:2014
Ausgabe von:2014
Seiten:320
Verlag:Kindle Edition
ASIN:B00L006Q7A

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:3-
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Sonntag, 12. Oktober 2014

No. 173 - "Malberg"

An diesem schönen Oktobertag haben wir diesen Multi gemeistert und auch noch den Earthcache Phonolith "ersammelt". Wir hatten einen tollen Nachmittag und haben uns auch viel Zeit gelassen (tatsächlich hatten wir etwas Probleme den "richtigen" Weg runter zu finden, aber da waren wir einfach ein bisschen verquer)
:-)

Wir hatten viel Spaß mit diesem Multi!


GCMQZZ - "Malberg" - zwischen Leuterod und Moschheim (Westerwald) - D

No. 172 - "Phonolith"

Zu viert haben wir uns aufgemacht und einen schönen Spaziergang rund und auf den Malberg gemacht. Das Wetter war super (zum Glück hat es nicht geregnet) und zu kalt war es auch nicht. Sehr angenehm.

Ausgerüstet mit Papier und Stift, ist es mir auch nicht schwer gefallen, unterwegs die Antworten zu diesem schönen Cache "aufzusammeln". Wir haben diesen Cache in Kombi mit dem Malberg Multi gemacht - hat super gepasst und war ein großer Spaß!

LIEBE auf dem Malberg ;-)

GC2D1PH - "Phonolith" - zwischen Leuterod und Moschheim (Westerwald) - D

Dienstag, 30. September 2014

Marah Woolf - "BookLess. Gesponnen aus Gefühlen"


Zweiter Band der BookLessSaga (Trilogie).

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte und Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist ihr erster großer Erfolg, an den sie mit ihrer BookLessSaga direkt anknüpft...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Inhalt/Über das Buch:
Lucy überlebt den Brand im Archiv nur knapp - Nathan hat sie aus den Flammen gerettet. Aber vertrauen kann sie ihm immer noch nicht...

Meinung:
Da es sich um den mittleren Band einer Trilogie handelt, möchte ich nur ungern eine umfassende Einschätzung über dieses Buch vergeben. Es fällt mir schwer, es ohne den Kontext der anderen Teile zu bewerten. Hierzu kann ich aber sagen, dass mir der Spannungsverlauf bei diesem Band noch besser gefallen hat, als bei seinem Vorgänger. Schade nur, dass die Handlung gegen Ende dann doch immer vorhersehbarer wurde. So bin ich insgesamt sehr begeistert von dem zweiten Buch der Reihe, trotz einigen Schwächen in der Handlung.

Wie zu erwarten, bleiben am Ende viele Fragen offen, die hoffentlich alle im letzten Teil beantwortet werden.

Woran ich leider doch noch etwas Kritik äußern muss, ist die Schwäche Lucy gegenüber Nathan. Einerseits soll sie in ihren Entscheidungen sehr taff und mutig wirken, aber mit Nathan zankt sie ständig und läuft dauernd vor ihm davon. Dann gibt sie ihren gesamten Widerstand gegen ihn plötzlich vollständig auf, nach nur einem kurzen "Traum". Das passt meiner Meinung nach nicht zu dem Charakter, wie er bisher präsentiert wurde (leichte Schwäche im Plot).

Was ich aber positiv erwähnen möchte ist, dass die Figuren sehr wohl unabhängig voneinander handeln und augenscheinlich nicht immer wissen was der Andere tut. Dabei liegen sie auch oft daneben, so dass es noch mehr Spaß macht, wenn Woolf zwischen den Charakteren wechselt. Es können aus meiner Sicht gerne noch mehr Stellen kommen, die aus Nathans Sicht erzählt werden.

Die Reihe ist prädestiniert für ein Happy End. Wenn das nicht eintreffen sollte, wäre ich doch sehr enttäuscht. Mal sehen, was noch passieren wird...

Fazit:
Ein gelungener zweiter Band der BookLess-Reihe. Die Beiden haben sich gefunden, nur wie retten sie jetzt die Welt der Bücher...?

Zitat:
Lucy strich über die unversehrten Buchrücken, in der Hoffnung, den Büchern einen Willkommensgruß zu entlocken. Sie schwiegen eisern. Ob sie ihr verzeihen würden?
[...]
(4. Kapitel)
Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Mystery
Erstveröffentl.:2013
Ausgabe von:2013
Seiten:318
Verlag:Kindle Edition
ASIN:B00HARGYHY

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:4
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:2
Gesamteindruck:4

Montag, 22. September 2014

Marah Woolf - "BookLess. Wörter durchfluten die Zeit"


Erster Band der BookLessSaga (Trilogie).

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte und Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist ihr erster großer Erfolg, an den sie mit ihrer BookLessSaga direkt anknüpft...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Inhalt/Über das Buch:
Lucy, aufgewachsen im Waisenhaus, arbeitet neben dem Studium in der Londoner Stadtbibliothek und wird plötzlich ins Archiv versetzt. Hier geschehen seltsame Dinge und sie lernt, mit den Büchern zu reden. Langsam erfährt sie mehr über ihre eigene Vergangenheit. Nur dass sie sich in den Mysteriösen Nathan verliebt, hat gerade noch gefehlt - irgendetwas ist faul an ihm...

Meinung:
Das Buch beginnt quasi mit dem Ende - Prolog und Epilog sind die gleiche Situation. Der Leser wird also schon darüber informiert, wohin die Handlung läuft. Dadurch entsteht ein gelungener Einstieg, der viele Fragen aufwirft und damit Neugier weckt.

Man fiebert sofort mit Lucy mit, die als sehr sympathische, junge Frau dargestellt wird. Woolf schafft es, dass man eine starke Bindung zu dem leicht zerstreuten Hauptcharakter aufbaut. Umso intensiver kommt einem die Romanze mit Nathan vor, die durch die wechselnde personal Erzählperspektive noch unterstützt wird. Man steigt zwar nicht oft in Nathans "Haut", aber es genügt, damit der Leser nicht ein zu schlechtes Bild von ihm erhält.

Die Geschichte ist sehr gut durchdacht, alles ist logisch und sinnvoll miteinander verwoben. Langsam bekommt der Leser das gesamte Ausmaß von Lucys Begabung mit. Aber auch die dramatischen Situationen spitzen sich zu. Hier wird keine utopische Welt dargestellt - Ünglücke passieren. Hier ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite, denn für mich kommen Lucys Ängste nicht ausreichend zu Geltung. Sie wirkt immer sehr behütet, obwohl sie in großer Gefahr schwebt. Andererseits wieder logisch, weil sie selbst noch nicht viel von dieser neuen "Welt" weiß.

Die ausgewählten Zitate, die jedes Kapitel einleiten sind sehr stimmig ausgewählt und erinnern etwas an die Tintenwelt-Trilogie.

Insgesamt freue ich mich sehr auf den nächsten Teil. Der erste Band hat mich beim Lesen gefesselt und der Anfang wirkte nicht so stolpernd, wie das erste Buch der MondLichtSaga (1, 2, 3). Die BookLessSaga fängt sehr gut an!

Fazit:
Ein vielversprechender, spannender Einstieg in eine weitere Trilogie von Marah Woolf.

Zitat:
Lucy biss sich auf die Lippen, als sein Blick den ihren traf. Verwundert zog er seine Augenbrauen zusammen. Er erkannte sie.
Seine schmale, schlanke Gestalt steckte wieder in einer schwarzen Anzughose und einem weißen Hemd. Eigentlich eine untypische Kleidung für einen Studenten, dachte Lucy. Zielstrebig lief er an den voll besetzten Reihen vorbei. Lucy beugte sich über ihr leeres Blatt Papier. Als er viel zu nah an ihr vorbeiging, hielt sie den Atem an. Beinahe streifte seine Hand ihren Arm.
[...]
(4. Kapitel)
Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Mystery
Erstveröffentl.:2013
Ausgabe von:2013
Seiten:312
Verlag:Kindle Edition
ASIN:B00EIIANXE

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:4

Montag, 15. September 2014

Paul Auster - "Die New-York-Trilogie"


Über den Autor:
Paul Auster wird 1947 als Sohn von jüdischen Immigranten in New Jersey geboren. Bereits in seiner Jugend verfasst er die ersten Erzählungen und arbeitet später auch an ersten Romanentwürfen.
Er studiert Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in den USA, arbeitet aber dann zunächst als Matrose, bevor er anfängt verschiedene Jobs (u. a. Übersetzer) für die New York Times zu erledigen und später einen Lehrauftrag an der Columbia University annimmt.
Sein Durchbruch als Autor gelingt ihm 1987 mit der Veröffentlichung seiner New-York-Trilogie.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Die drei zusammengeführten Erzählungen lassen sich alle als Krimis kategorisieren, obgleich hier ein gänzlich anderer Schwerpunkt gelegt wird, als in "normalen" Kriminalromanen. Bei jedem der drei Bücher wird der Hauptcharakter so manipuliert, dass er einem (scheinbaren) Auftrag folgt und sich dabei immer mehr in sich selbst zurückzieht. "Gefangen" in ihrer Aufgabe beginnen die Charaktere sich immer stärker mit ihrem "Subjekt" zu identifizieren und werden dadurch selbst zu einem "Opfer". Verstärkt wird diese Wirkung von der Einbettung in das Großstadt-Treiben von New York - in diesem "Dschungel" kann jeder schnell vereinsamen.
An dieser Stelle werde ich, im Gegensatz zu sonst, keine kurze inhaltliche Einführung geben, sondern verweise auf die Inhaltsangabe, die Wikipedia hierzu liefert: wiki

Meinung Buch 1 ("Stadt aus Glas", 1985):
Die Handlung stellt sich als etwas verzwickt heraus. Auf mich wirkt es zunächst etwas verwirrend, dass der Autor des Buches das ich gerade lese, selbst als handelnder Charakter in der Geschichte auftaucht. Paul Auster wird Teil einer Entwicklung, bei der man sich des öfteren fragt, ob das alles überhaupt Realität darstellen soll, oder ob es sich um einen kompletten Kunstgriff handelt und die Charaktere am Ende zu einem Einzigen verschmelzen. Zwischendurch dachte ich, es spielt sich alles nur im Kopf des Hauptcharakters ab, der gegen Ende dieses ersten Buches langsam wahnsinnig wird. Diese Veränderung ist klasse dargestellt. Wir Quinn sich schleichend zu einem Bettler entwickelt wirkt so einleuchtend und klar klar beschrieben, dass ich das erste Mal das Gefühl habe, wirklich verstehen zu können, wie jemand so weit abrutschen kann.
Natürlich wird unser Protagonist bereits von Anfang äußerst introvertiert und teilweise manisch dargestellt, dennoch ist er ein Intellektueller und zunächst für den Leser in keinerlei Gefahr. Zum Schluss bin ich schon etwas schockiert über die Abgründe der menschlichen Seele, die Auster hier so passend beschreibt.

Eingepackt in einen Krimi, handelt es sich bei diesem Buch um einen Roman über Psychologie, Religion und sozialkritische Gesellschaftsdarstellung. Es ist schwierig die ganzen Empfindungen beim Lesen sofort zu greifen. So geschickt bettet Auster diese Themen in die Geschichte ein.

Dass alles recht konstruiert wirkt, ist einer meiner wenigen Kritikpunkte. Durch die Implementierung seines eigenen Charakters deutet Auster an, dass es sich hierbei um ein Gedankenkonstrukt handelt.
An einigen wenigen Stellen ist mir die Ausweitung auf die Religion zu umfassend und zu selten unterbrochen von weitertragender Handlung. Daher sind diese Parts etwas langatmig.

Die Einbettung der Stadt New York ist treffend gelungen. Tatsächlich fühl ich mich an meine eigene New York Reise zurück erinnert und schwelge in dem Feeling, dass Auster rüber bringt. Er schafft es die Enge der Großstadt mit der Isolation des Einzelnen unter einen Hut zu bringen. Man fühlt sowohl die Melancholie des Hauptcharakters, als auch die Hektik der 5th Avenue.

Meinung Buch 2 ("Schlagschatten", 1986):
Dieses zweite Buch der Trilogie ist, anders als das erste Buch, sehr linear aufgebaut und damit auch einfacher im Verständnis. Die Handlung baut sich logisch auf, so dass man Blues Rückzug in sich sehr gut nachvollziehen kann. Man kann gut verstehen, dass er sich immer mehr mit Black identifiziert und damit sein eigenes Leben immer mehr an ihn bindet.

Trotzdem dem Leser schon recht früh klar wird, dass Blue keinen "echten" Fall hat und seine Observation unnötig ist, versteht es Auster dadurch eine gewisse Hörigkeit des Menschen darzustellen. Niemand zwingt Blue, die Wohnung auf der anderen Straßenseite weiter zu beobachten. Dennoch gibt er sein bisheriges Leben völlig auf, nur, weil er einen Auftrag hat.

Tatsächlich hat mich dieses Buch sehr bewegt. Man kann alles so gut nachvollziehen. Was am Anfang so normal gestartet hat, lässt sich später nicht so einfach beenden. Die Einsamkeit in die sich Blue begibt ist so treffend beschrieben, dass man selbst das Gefühl hat, einsam in einer New Yorker Wohnung zu sitzen. Das zweite Buch / der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen.


Meinung Buch 3 ("Hinter verschlossenen Türen", 1987):
Mit diesem dritten Teil, übertrifft Auster alle meine Erwartungen. Der Roman ist von vorne bis hinten durchdacht und stimmig. Was mich teilweise erschreckt ist der Anschein, dass Auster augenscheinlich seine eigenen Erfahrungen in dieser Geschichte verarbeitet und der Roman daher autobiographisch wirkt, obwohl er es nicht ist. Der Erzähler gibt seinen Namen auch nicht preis und bemerkt an Ende, dass er selbst die beiden Bücher "Stadt aus Glas" und "Schlagschatten" geschrieben hat.

Wieder begibt sich der Hauptcharakter (das erzählende Ich) auf eine Jagd nach jemanden und verliert sich dabei selbst. Als ihm klar wird, dass er sich zunehmend aufgegeben hat, ist er dem Tode schon so nah, dass er aus seiner Trance erwacht.
Die geschickte Manipulation durch den gesuchten Mann (Fanshawe) bewirkt, dass der Erzähler scheinbar jeder eigenen Handlungsmöglichkeit beraubt wird. Paul Auster gelingt es, dies so realistisch wie nur irgendwie denkbar darzustellen. Man kann gut verstehen, warum der Erzähler sich auf diese "Reise" begibt. Die einzelnen Phasen seiner Entwicklung sind so anschaulich erzählt, dass man ihn am liebsten schon warnen würde. Besonders in Zusammenhang mit den ersten beiden Teilen, ahnt man schnell, worauf alles hinauslaufen wird. Aber eine Rettung bleibt unserem Erzähler erstmal versagt - sehr spannend.

Auch wenn der Roman klassische Stilmittel eines Kriminalromans aufweist und der Erzähler selbst zum Detektiv wird, fällt dieser Roman jedoch aus allen Rastern dieser Gattung heraus. Das Buch ist in seinem Aufbau uns Stil einzigartig und meiner Meinung nach eine schriftstellerische Meisterleistung. Es stellt sich für mich als überaus schwierig dar, meine Gefühle beim Lesen des Buches (besonders des letzten Bandes) in Worte zu fassen. Tatsächlich bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich es überhaupt wagen könnte, Kritikpunkte für dieses buch zusammenzutragen. Die Erzählung hat mich sehr bewegt und ich will mich gar nicht darauf einlassen, das Gelesene noch einmal "durchzukauen". Ich denke, man hat die drei Bücher / die Trilogie selbst schnell durchgelesen (liest ja nicht jeder so langsam wie ich) und kann sich selbst ein Bild von diesem einzigartigen Krimi machen...

Fazit:
Ein einzigartiges Werk, von einem einzigartigen Schriftsteller, der es versteht darzustellen, wie sich Menschen selsbt verlieren können. Erschreckend, wie wenig dafür nötig ist...

Zitat:
Es bleibt noch der letzte Augenblick, und der wird erst kommen, wenn Blue das Zimmer verlassen wird. Das ist der Lauf der Welt: nicht einen Augenblick mehr, nicht einen Augenblick weniger. Wenn Blue von seinem Stuhl aufstehen, den Hut aufsetzen und durch die Tür gehen wird – das wird das Ende sein.
[...]
(Auszug aus Buch 2, "Schlagschatten")
Autor:Paul Benjamin Auster
Kategorie:Kriminalroman
Erstveröffentl.:1987
Ausgabe von:2012
Seiten:416
Verlag:Rowohlt (ebook)
ASIN:B007IDSYHI

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:5
Spannung:4-
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:4-5

Samstag, 23. August 2014

No. 171 - "Not the Bund (China)"


Shanghai war schon eindrucksvoll - in der Nähe des Bunds ist auch der Virt. Cache, um den es hier eigentlich ging (ich poste extra keine Bilder, damit man denen die Antwort nicht ansieht...).

Wir waren nur kurz in Shanghai und haben besonders oft am Bund angehalten. Außerdem waren wir auch auf der berühmten Nanjing-Einkaufs-Straße und im Jade-Buddha-Tempel.

Die Stadt hat einen schönen Abschluss für unsere China-Japan-Kombi-Reise gebildet!



GC6249 - "Not the Bund (China)" - Shanghai - CHINA

Mittwoch, 20. August 2014

Marah Woolf - "MondSilberTraum"



Dritter Band der "MondLichtSaga" (Trilogie)

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte und Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist bereits erfolgreich. Aktuell knüpft sie mit einer neuen Trilogie daran an: BookLess...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Inhalt/Über das Buch:
Ein Angriff auf die mystische Welt steht kurz bevor. Emma muss Calum anlügen - nur so kann sie ihre Freunde unterstützen. Hält ihre Liebe das aus...?

Meinung:
Am Ende brodeln die Gefühle, das Final ist eine kurze Explosion der Ereignisse, dafür haut einen der Schluss echt aus den Socken ;-)

In der Kurze liegt die Würze - in diesem Fall passt das wunderbar. Das Ende ist ohne lange Ausschweifungen wunderbar geschrieben und "in einem Rutsch" zu lesen. Was ich hier schon verraten kann: das lang erwartete Happy End tritt zum Glück auch ein. Etwas getrübt wird dieses Glücksmoment von einem tragischen Verlust, ohne den es aber dann doch zu kitschig geworden wäre.

Wieder muss ich kritisieren, dass die Geschichte für meinen Geschmack leider auch bei dieses letzten Band zu leicht vorherzusagen ist. Man weiß die ganze Zeit was passieren wird, was einem die Spannung leicht raubt. Durch den tollen Schreibstil, ist die Trilogie dennoch sehr lesenswert, sollte aber wenn möglich hintereinander gelesen werden. So ergibt sich insgesamt ein sehr stimmungsvoller Fantasyroman, mit viel Liebe, aber auch Spannung und Interessanten Charakteren.

Wobei die Tiefe der Charaktere doch nicht so tief geht, wie ich es mir wünschen würde. Alle Figuren handeln in einem sehr begrenzten Reaktionsbereich sind dadurch sehr berechenbar. Es erfolgen kaum Veränderungen bei Einstellungen und Handlungsweisen, was etwas stereotyp wirkt. Die Charaktere entwickeln sich leider kaum. Sehr schade aber nachvollziehbar, dafür wird dem Leser aber auch hier nicht zu viel vorgegeben. Man kann das alles seiner Fantasie überlassen.

Tatsächlich gefällt mir der zweite Band am besten, hier hat sich die Spannung immer mehr gesteigert und es ist, trotz fulminantem Ende des dritten Buches, im Zweiten mehr passiert und die Probleme schienen nicht so "leicht" zu überwinden. Das. Würden andere Leser vielleicht genau andersherum sagen, hierbei stelle ich aber meinen Gesamteindruck dar. Was das angeht hat mir die Steigerung im zweiten Teil am besten gefallen.

Die drei Bücher konnten mich auf jeden Fall voll überzeugen. Jetzt möchte ich auch endlich Schottland sehen und mich vorher noch in deren Legenden und Fabeln einlesen. Eine Schottlandrundreise steht ab jetzt absolut auf meiner "to-do-Liste"!

(Teil 1 und 2 der Trilogie sind auch bereits als Hörbuch erhältlich)


Fazit:
Eine schöne, leichte Fantasy-Trilogie, die man gut in einem Rutsch lesen kann...

Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Jugendbuch
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2012
Seiten:300
Verlag:CreateSpace
ASIN:B00AEB5DC0


Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3++ 

Sonntag, 17. August 2014

No. 170 - "Cartoon Lover's Paradise!!"

Dieser einfache Tradi lag quasi um die Ecke von unserem Hotel in Kyoto. Schade, dass ich in anderen Städten keine große Zeit hatte, nach weiteren Caches zu suchen - wir wurden die ganze Zeit voll eingespannt und hatten kaum Gelegenheit zu verschnaufen
;-)

Trotzdem - eine tolle Reise - Japan will ich unbedingt wieder besuchen!


GC229Z7 - "Cartoon Lover's Paradise!!" - Kyoto, JAPAN

No. 169 - "Kasuga-Taisha"

Der Kasuga-Schrein hat durch seine ruhige Atmosphäre, umgeben von dem friedlichen Wald, geglänzt. Wir waren zwar nur sehr kurz hier, aber ich habe jeden Augenblick genossen.

Im Hintergrund ist die alte Zeder zu sehen, um die es bei diesem Cache ging...
(Die Bänder um den Baum sind ein Hinweis auf sein Alter und seine "Heiligkeit")



GCA914 - "Kasuga-Taisha" - Nara - JAPAN

No. 168 - "Todai-ji" (und Japan)

Japan war ganz anders als China. Schon nach der Ankunft in Kyoto war klar, dass unser Aufenthalt hier super wird.

Natürlich war es auch hier sehr heiß, aber die Führungen waren viel intensiver (nicht unbedingt langsamer, aber man hatte weniger das Gefühlt durchgejagt zu werden) und in Japan war es viel sauberer und "sortierter" als in Peking.
Schwierig in Worte zu fassen.

Wir haben in Japan sehr viele Sehenswürdigkeiten besucht - dabei auch den Unterschied zwischen einem Schrein und einem Tempel gelernt - und auch Burgen und Verwaltungsgebäude besichtigt. AN dieser Stelle ist es mir gar nicht möglich. alles kurz zusammenzufassen.

Hier ein paar Eindrücke:

 






Der Daibutsu im Todaiji Tempel war natürlich besonders eindrucksvoll - dieser Cache war also ein Klacks und hat viel Spaß gemacht.

(ich habe keine Versuch gewagt, durch das Nasenloch Buddhas zu steigen...)

GCA920 - "Todai-ji" - Nara - JAPAN

Samstag, 16. August 2014

Marah Woolf - "MondSilberZauber"



Zweiter Band der "MondLichtSaga" (Trilogie)

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte & Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist bereits erfolgreich. Aktuell knüpft sie mit einer neuen Trilogie daran an: BookLess...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Inhalt/Über das Buch:
Emma ist verzweifelt - Elin hält Calum gefangen. Sie fragt sich, ob er überhaupt noch lebt. Können ihre neuen Freunde ihr helfen?

Meinung:
Dieser zweite Band der MondLichtSaga konnte mich mehr fesseln, als sein Vorgänger MondLichtSilber.

Die Wendungen sind etwas überraschender und es lässt sich nicht immer voraussagen, was den Charaktere passieren wird und wie sie mit den Situationen klarkommen. Dennoch muss ich kritisieren, dass man besonders die Entwicklung der Liebesbeziehung(en) zu einfach erahnen kann. Die Hinweise sind hier für meinen Geschmack zu eindeutig und alles trifft genau so ein, wie man es sich schon während des Lesens denkt. Wenn ich es sehr scharf bewerten würde, könnte man ... Vorwerfen, sie hält den Leser für zu dumm um sich selbst einen Reim auf das Gefühlsleben der Charaktere machen zu können...? Aber vermutlich hat sie sich das nicht so genau überlegt. Außerdem handelt es sich herbei ja um Unterhaltungsliteratur, die auch für jugendlich sehr geeignet ist. Und der Unterhaltungsfaktor ist bei diesem Roman sehr hoch. Der Stil ist sehr gut lesbar und  die Figuren bleiben sich selbst treu.

Das Buch ist viel spannender als sein Vorgänger. Ich war so gefesselt, dass ich 200 Seiten am Stück gelesen habe - mitten in der Nacht, während meines Urlaubs in Japan!!

Das es sich hierbei um den mittleren Band einer Trilogie handelt, halte ich mich mit einer abschließenden Meinung erstmal zurück. Ich möchte auch dieses Buch eher  im Zusammenhang mit den beiden Anderen betrachten...

(Teil 1 & 2 der Trilogie sind auch bereits als Hörbuch erhältlich)

Fazit:
SEHR gelungener zweiter Band der Trilogie um Wassermänner und Menschenfrauen...

Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Jugendbuch
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2012
Seiten:288
Verlag:CreateSpace
ISBN:1477641835

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:4-

Donnerstag, 14. August 2014

No. 167 - "Changling Market Virtual"

Nachdem bevor wir zum Seelenweg aufgebrochen sind, haben wir uns noch eines der 13 Minggräber (Kaiser Chang) angesehen. Wobei wir das eigentliche Grab nicht gesehen haben, aber die gesamte Anlage, die Tempelartig wirkt und eine Halle mit Museum beinhaltet. Das war sehr interessant und auch recht chillig, in Anbetracht dessen, dass wir shcon rech k.o. von der Reise und der Hitze waren.

Natürlich wird die gesuchte Telefon-Nummer hier nicht verraten - das Schild war aber nicht schwierig zu finden...

GCAD9A - "Changling Market Virtual" - Peking - CHINA

No. 166 - "Along the Sacred Way"

Wir waren eigentlich nur zweieinhalb Tage in Peking, haben aber unglaublich viel gesehen.
Nach unserem Flug hatten wir nicht mal die Gelegenheit uns frisch zu machen, sondern haben direkt den Sommerpalast besichtigt. Hier war irre viel los - auch die Chinesen hatten Ferienzeit. Ich hatte das Gefühl, dass ganz China auf den Beinen war...

Am nächsten Tag haben wir den Platz des Himmlischen Friedens besucht (in teilweise strömendem Regen) und uns den Kaiserpalast angesehen.

Auch hier wurden die Menschenmassen (einschließlich unserer ca. 20 Köpfe großen Reisegruppe) durch geschoben. Schade, dass man im Kaiserpalast in keine Halle reingehen durfte - nicht mal der Thronsaal konnte besichtigt werden :-(

Danach ging es weiter zum Himmelstempel. Hier hatten wir das erste Mal ein wenig Zeit, um uns selbst umzuschauen (aber nur eine halbe Stunde).

Nach einer Verkaufsveranstaltung (Besuch der Verkaufsräume einer Perlenzüchterei) wurden wir dann ins Hotel gefahren. Abends haben wir uns zu dritt gewagt und uns einen einheimischen Imbiss gesucht. Das war aufregend, zumal in China niemand auch nur ein Wörtchen Englisch spricht...!

Facebook, Google & Co. wurden alle geblockt, aber mit den iPad-Apps konnte ich doch einiges benutzen (W-LAN gab es sowohl in China, als auch in Japan in allen Hotels kostenfrei).

Erst an unserem dritten Tag in Peking, haben wir auch Touren außerhalb unternommen.

Zuerst haben wir die Chinesische Mauer bestiegen - das war super toll! Es war zwar irre heiß, aber wir waren sehr tapfer und wollten bis zum obersten Wachturm steigen. Als wir an dem letzten Turm angekommen sind, der zu sehen war, mussten wir erkennen, dass es noch ein Stück höher ging - dafür hatten wir aber leider keine Zeit mehr, wir haben es sowieso nur ganz knapp zum Bus zurückgeschafft. Das Schwierige war auch, dass die Stufen so unterschiedlich hoch waren, dass einem sowohl Auf-, als auch Abstieg unheimlich schwer gefallen sind. Das war eine Leistung!

Nach dieser sportlichen Leistung wurde es ein bisschen ruhiger und wir haben eines der Minggräber besuch und sind den Seelenweg einmal entlang gelaufen.
Hiervon durfte ich (verständlicherweise) kein Foto posten, aber die Tierfiguren und die Atmosphäre des Seelenwegs sind sehr zu empfehlen. Sehr eindrucksvoll auf diesen Pfaden zu "wandeln"

GCC04B - "Along the Sacred Way" - Peking - CHINA

Donnerstag, 7. August 2014

Marah Woolf - "MondSilberLicht"


Erster Band der "MondLichtSaga" (Trilogie)

Über den Autor:
Marah Woolf (*1971) studierte Geschichte & Politik und lebt heute mit ihrem Familie in Edinburgh (Schottland). Sie ist selbst sehr stolz über sich, weil sie es als berufstätige Mutter von drei Kindern geschafft hat, ihren ersten Roman selbst herauszubringen, ohne Verlag.
Ihre Bücherreihe MondLichtSaga ist bereits erfolgreich. Aktuell knüpft sie mit einer neuen Trilogie daran an: BookLess...
(Quelle: marahwoolf.com und amazon.de)

Inhalt/Über das Buch:
Emmas Mutter ist gestorben, ein Unfall. Alles geht sehr schnell und schon wohnt sie bei ihrem Onkel und seiner Familie im fernen Schottland. Schnell lebt sich ein. Für sie ändert sich alles, als sie bei einer Wal-Rettungsaktion dem überaus attraktiven Calum kennenlernt. Sie verliebt sich und merkt schnell, dass er anders ist, als alle anderen Menschen die sie kennt.

Meinung:
Die Handlung erinnert in vielerlei Hinsicht der Entwicklung im ersten Biss-Roman (Stephenie Meyer). Auch die Kommunikation der beiden Hauptcharaktere lässt an dieses Buch erinnern. Außerdem erinnert mich die Art und Weise, wie Emma über sich selbst denkt zu stark an Bella Swan. Es gibt einfach zu viele Parallelen, als dass ich ohne Weiteres darüber hinwegsehen könnte. Wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass die Handlung im weiteren Verlauf eine ganz andere Richtung einschlagen könnte. Das stimmt mich wieder etwas positiver. Aber insgesamt finde ich es nicht gut, wenn zu viele Ähnlichkeiten zu anderen Büchern bestehen und dadurch alles recht „abgekupfert“ wirkt.

Dennoch konnte mich dieser erste Band der Trilogie wirklich packen. Auch wenn leider schon früh klar war, was passieren wird und wohin alles läuft, konnte ich doch gut in diese Geschichte eintauchen. Die Charaktere werden zwar nicht besonders tief ausgearbeitet, aber die Stimmung, die das Buch vermittelt, passt sehr gut. Tatsächlich sehne ich mich jetzt ein kleines Bisschen danach, Schottland einen Besuch abzustatten und selbst in diese Welt der Fabelwesen einzutauchen und alte Schlösser und Lochs besuchen. Das könnte man mit dem Buch in der Hand auch recht gut, da es die Ortschaft Portree tatsächlich gibt und die Ausflüge in dem Roman auch nachempfunden werden können (Loch Ness, Inverness, usw.). Da kommt Reiselust auf!

Mit der Ich-Perspektive des Buches komme ich sehr gut klar, es wirkt nicht aufdringlich oder störend. Überhaupt gefällt mir der Erzähl-Stil sehr gut. Es gibt keine unnötigen Ausschmückungen, oder seitenlangen Analysen, die keiner braucht. Ein klar strukturiertes Buch, ohne Nebenhandlungen (was übrigens auch wieder ein kleiner Kritikpunkt sein könnte, je nachdem wie man es auslegt).

Erstmal freue ich mich darauf, den nächsten Band zu lesen. Ich bin gespannt, ob es ähnlich voraussehbar weitergeht, oder sich die Handlung mal etwas überraschender entwickelt…

(Teil 1 & 2 der Trilogie sind auch bereits als Hörbuch erhältlich)

Fazit:
Eine schöne Fantasy-Geschicht à la "Twilight".
Erstmal weiterlesen...

Zitat:
Die ganze Zeit flüsterte er dem Wal etwas zu. Fasziniert betrachtete ich sein konzentriertes Gesicht. Glaubte er, dass das Tier ihn verstand? Als mir das Wasser bis an den Rand der Gummistiefel reichte, blieb ich stehen. In kleinen Wellen schwappte das kalte, dunkle Nass in die Stiefel. Längst vertraute Angst kroch in mir hoch.
Wasser.
[...]
(2. Kapitel)
Autor:Marah Woolf
Kategorie:Fantasy / Jugendbuch
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2012
Seiten:300
Verlag:CreateSpace
ISBN:1477593780

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:2
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Freitag, 1. August 2014

Lynn Raven - "Der Kuss des Kjer"


Über den Autor:
Die 1971 in den USA geborene Lynn Raven (alias: Alex Morrin), arbeitet ca. 10 Jahre als Journalistin in Deutschland, bevor sie wieder in die USA zieht um dort als Autorin zu arbeiten.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Die Heilerin Lijanas wird von ein paar Kjer Kriegern entführt. Der schlimmste Heerführer dieser "Bestien", Mordan, soll sie zu seinem König bringen, der unter einer andauernden Krankheit leidet. Aber auf dem beschwerlichen Weg beginnt sich Lijanas langsam zu verändern, dafür lernt sie aber den grausamen Krieger besser kennen.

Meinung:
Die Wüstensonne brennt heiß auf der Haut, sie werden von Seelenfressern angegriffen,... Endlich malwieder ein richtiges Fantasy-Abenteuer!
Das Buch hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil es alles bieten konnte, auf was ich mich bei Fantasybüchern immer freue. Es war spannend, die Helden hatten es nicht immer ganz leicht und die Liebesgeschichte kam auch nicht zu kurz. Im Gegenteil.
Tatsächlich habe ich ein Buch schon lange nicht mehr so schnell durch gehabt (ich lese wirklich SEHR langsam).

Es gibt einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Raven nimmt sich kaum Zeit ihre Hauptcharakteren dem Leser zu präsentieren. Mich stört das nicht, weil man sich trotzdem alles gut vorstellen kann und sich die Figuren ja durch ihr Handeln selbst erklären.
Ich war von der ein oder anderen "Episode" sogar überrascht, obwohl ja insgesamt doch sehr schnell klar wird, worum es geht und was wohl passieren wird. Dennoch hat mich der Roman stets in seinem Bann gehalten.

Ich bin froh, auch malwieder eine abgeschlossene Fantasygeschichte lesen zu können. Es handelt sich hierbei auch nicht um den Auftakt einer weiteren Saga. Dabei hätte das Buch alles Zeug dazu zu bieten - verschiedene Königreiche, die sich bekriegen, alte und neue Todfeinde und auch jede Menge Legenden...

Fazit:
Ein sehr gelungenes Fantasy-Abenteuer mit Herz!

Zitat:
Die ersten beiden Monde hatten ihren Zenit bereits überschritten, als die Kjer ihre Kriegsrösser wieder von der Straße herunter und auf der Suche nach einem Lagerplatz für die Nacht in den Wald hinein lenkten. Lijanas kauerte zusammengesunken vor Mordan auf dem Pferderücken. Den ganzen Rest des Tages hatte er sie nicht beachtet; ihr Magen rumorte lautstark und sie fror erbärmlich.
[...]
(Kapitel 3)
Autor:Lynn Raven
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2010
Ausgabe von:2010
Seiten:6007
Verlag:Kindle Edition
ISBN:3-57-030489-2

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:4
Spannung:5
Humor:4
Fantasie:5
Gesamteindruck:5

Dienstag, 29. Juli 2014

Große Tasche aus Wachstuch mit Punkten



Bei dieser Tasche habe ich das erste Mal Wachstuch-Designstoff verwendet! Das hat mich beim Nähen fast wahnsinnig, was aber teilweise an der Anleitung gelegen hat. Für die Tasche war eigentlich ein Baumwollstoff vorgesehen, ich hatte aber dieses schöne Wachstuch und dachte, der wäre super geeignet.
Die Tasche ist aber über 35cm hoch, ca. 30cm breit, ist aus einem Stück und wird im ersten Schritt an den Seiten zusammengenäht. Danach soll man erst das Gurtband annähen und hier kamen die Probleme: ich habe das Wachstuch fast nicht unter die Nähmaschine bekommen, es ist halt doch nicht so beweglich wie normaler Baumwollstoff...
Später musste ich dann immer aufpassen, dass das Wachstuch an den Nähten nicht einreißt. Es ist doch sehr empfindlich. Vielleicht hätte ich keinen so engen Stich auswählen dürfen, das hat dazu geführt, dass an der Naht der Stoff fast wie abgeschnitten ist...

Auf eigene Faust habe ich in die Innentasche dann noch eine Reißverschluss-Innentasche und eine Handytasche mit Gummiband eingenäht :-)
Für die Innentasche habe ich übrigens einen günstigen Baumwollstoff verwendet. Das Wachstuch hatte ich vor einigen Wochen bei Butinette bestellt. Die Anleitung habe ich in einem Nähbuch gefunden, das es vor einigen Monaten beim ALDI für 5€ gab.

Ich werde die Tasche für die Arbeit nehmen. Sie ist schön groß, so passt alles rein was man für einen langen Arbeitstag so braucht (vor Allem Essen...)
;-)

Samstag, 26. Juli 2014

Yann Martel - "Schiffbruch mit Tiger"


Über den Autor:
Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Seine Eltern sind Diplomaten. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. ›Schiffbruch mit Tiger‹ ist sein zweiter Roman, er war nominiert für den Governor General Award und den Commonwealth Writers Prize und gewann den Booker Prize 2002. Yann Martel lebt mit seiner Familie in Saskatoon, Kanada. ›Schiffbruch mit Tiger‹ wurde 2012 von Ang Lee verfilmt und mit vier Oscars ausgezeichnet.
(Quelle: fischerverlag.de)

Inhalt/Über das Buch:
Pi zieht mitsamt Familie und Zoo von Indien nach Kanada um. Aber der Hochseefrachter sinkt und Pi treibt als einziger Überlebender im Rettungsboot auf hoher See - jedoch ist er nicht allein im Boot, ein paar Tiere konnten sich auch dahin retten, unter anderem ein Königstiger!
Was hat sich Gott dabei nur gedacht...?

Meinung:
Ich war doch erstaunt, dass auf einen etwas müden Start ein eindrucksvoller, emotionaler Roman folgte. Die lange Vorgeschichte hat mich zunächst nicht besonders vom Hocker gerissen, hat die Geschichte aber insgesamt glaubwürdiger und damit realistischer wirken lassen. Denn als erstes denkt man, ein Schiffbruch mit einem Tiger im Rettungsboot ist einfach nicht vorstellbar. Als Leser lässt man sich aber dann sehr schnell auf diese Fiktion ein und baut ein Vertrauen zu dieser "Wahrheit" auf. Das stellt für mich den eigentlichen Kniff dar, der Martel gelungen ist und ihm einigen Ruhm verschafft hat. Er bringt einen dazu sich um Glauben und innere Kraft Gedanken zu machen. Zuletzt habe ich der Geschichte voll und ganz geglaubt, obwohl ich weiß, dass es lediglich eine Erzählung ist.

Was mir zu diesem ganzen Themenkomplex auch sehr gut gefiel, war die Verbindung der verschiedenen Religion in einem einzigen indischen Jungen. Er hat keiner Religion eine stärkere Gewichtung gegeben, was ich für einen sehr schönen Gedanken halte. Für ihn gab es keinen Religionskampf, er konnte sich in jeder Religion wiederfinden. Das hat ein sehr positives Bild vermittelt. Für mich hätte nicht viel gefehlt und es hätte fast Züge von einer Satire auf religiöse Fanatiker und Religionskriege haben können. Eine sehr gelungene Auseinandersetzungen mit den Weltreligionen.

Verständlicherweise war das Buch manchmal sehr melancholisch, was mir bei Romanen aber sehr gefällt, wenn es denn an der richtigen Stelle traurig wird. Es hat mich sehr gerührt.

Zu Beginn war ich etwas irritiert von der Ich-Erzählform. In der Einleitung lässt sich Martel darüber aus, wie er auf der Suche nach dem "richtigen" Thema/Inhalt war und steigt dann direkt in die Ich-Perspektive ein, obwohl man doch denken soll, dass er die Geschichte eines anderen erzählt. Aber das war nur eine kleine Irritation und hat nicht weiter gestört. Tatsächlich konnte die Geschichte eigentlich nur mit dieser Erzählform so perfekt wirken.

Das gesamte Buch hat mich sehr überzeugt.

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, bevor ich mir den Film anschaue (Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger). Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Umsetzung und die Atmosphäre des Films...

Fazit:
Ein bewegender Roman über Leben und Religion.

Zitat:
Es wurde dunkel. Eine mondlose Nacht. Die Sterne blieben hinter den Wolken verborgen. Selbst Umrisse waren kaum noch zu sehen. Alles verschwand, das Meer, das Rettungsboot, mein eigener Körper. Es ging kaum Wind und die See war ruhig, und so hatte ich nicht einmal Geräusche zu meiner Orientierung. Es war, als schwebte ich im reinsten, tiefsten Schwarz. Ich hielt meine Augen weiter auf der Höhe, auf der ich den Horizont vermutete, die Ohren blieben gespitzt, damit mir kein Laut von den Tieren entging. Ich hatte kaum Hoffnung, dass ich die Nacht überstehen würde,
[...]
(Kapitel 44)
Autor:Yann Martel
Kategorie:Erzählung / Abenteuer
Erstveröffentl.:2001
Ausgabe von:2003
Seiten:384
Verlag:Fischer
ISBN:3-10-401032-8

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:5
Spannung:5
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:5

Donnerstag, 17. Juli 2014

Hochzeits-/Liebeskarte in grau-lila


Bei dieser Karte handelt es sich um eine Auftrags-Karte, anlässlich einer Hochzeit. Auf Wunsch, habe ich extra keinen Aufdruck/Stempel angebracht, sondern alles Blanko gelassen.

Die Karte ist 6x6'' groß und in grau-lila gehalten, wobei es sich bei dem Lila um ein extra Metallicpapier handelt (ist unten links nicht gut zu erkennen: alle Herzen außen sind lila).

Bei dieser Art von Karte muss man nur beim Öffnen ein bisschen aufpassen, sonst reißt man aus versehen das Herz etwas ein...

Donnerstag, 10. Juli 2014

Eowyn Ivey - "Das Schneemädchen"

Bild-Quelle: www.amazon.de

Über den Autor:
Eowyn Ivey wuchs in Alaska auf, wo sie noch heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern lebt. Sie studierte Journalismus und kreatives Schreiben an der Western Washington University und der University of Alaska und arbeitete zehn Jahre lang als preisgekrönte Redakteurin beim «Frontiersman Newspaper». Heute ist sie Buchhändlerin. «Das Schneemädchen» ist ihr erster Roman.
(Quelle: Klappentext im Buch)

Inhalt/Über das Buch:
Mabel und Jack sind nach Alaska gezogen, weit weg von dem Ort, wo ihr gemeinsames Baby bei der Geburt gestorben war. Doch die Trauer sitzt ihnen noch tief in den Knochen. Hier, in diesem neuen Leben, ist alles noch fremd und nichts gelingt. Aber in diesem Winter ändert sich alles - der Schnee vertreibt die Einsamkeit...

Meinung:
Es ist so schön wieder ein Buch in den Händen zu halten, dass mich zu Tränen rührt!

Die Geschichte ist einfühlsam und vermittelt ein echtes Gefühl von Leben und Liebe. Über den Inhalt will ich auch gar nicht viel verraten, immerhin handelt es sich um einen Roman der mehr von der Stimmung lebt, als von vielen Ereignissen oder Abenteuern.

Auf jeden Fall wünscht man sich nach dem Lesen den Schnee herbei und sehnt sich nach der Natur und der Einsamkeit der Wildnis. Innerhalb des Romans wechseln die Empfindungen von Melancholie, über Freude zu Ruhe und Glück. Ivey versteht es mit anschaulichen Naturbildern Emotionen zu wecken, sowie mit den wenigen Worten, die aber wichtig und immer voller Weisheit sind.

Mir gefällt außerdem der natürliche Umgang mit den alltäglichen Problemen, dass ein Leben in dieser Wildnis und zu dieser Zeit (1920er Jahren) mit sich bringt. Die Jagd gehört ebenso zu diesem Leben, wie der Ackerbau. Das Ausnehmen von Tieren ist genauso natürlich, wie die Dunkelheit in den kalten Winternächten. Aber für jede Widrigkeit findet Ivey einen melodischen Klang, der irgendwie Hoffnung verbreitet. Eine Botschaft des Buches ist wohl: leben und leben lassen - auch die Natur fühlen und nicht immer zu versuchen, alles zu verstehen.

Das gesamte Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe nichts auszusetzen.

Fazit:
Ein melancholisches Märchen, dass Lust auf die Stille einer kalten Winternacht macht.

Zitat:
«Ein Mädchen. Lass uns ein kleines Mädchen machen», sagte sie.
«Also gut.»
Sie kniete sich in den Schnee, formte aus der unteren Kugel einen Rock, der sich um das Schneemädchen ausbreitete. Sie ließ die Hände an dem Schnee nach oben gleiten, schabte an ihm und verschmälerte den Umriss, bis die Gestalt einem kleinen Kind ähnelte. Als sie aufstand, sah sie Jack mit einem Taschenmesser am Werk.
«So», sagte er und trat zurück. In den weißen Schnee hatte er vollkommene, schöne Augen geschnitten, eine Nase und einen schmalen weißen Mund. Sie meinte, sogar Wangenknochen und ein kleines Kinn erkennen zu können.
[...]
(Kapitel 4)
Autor:Eowyn Ivey
Kategorie:Erzählung / Märchen
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2012
Seiten:464
Verlag:Kindler
ISBN:3-46-340621-7

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:5
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:5
Gesamteindruck:4-5

Samstag, 5. Juli 2014

Geburtstag in Orange-Rosa


Diese Geburtstagskarte habe ich in einer peppigen orange-rosa-Kombi gehalten :-)
Ich finde, dass die Farben super harmonieren und gleichzeitig mal ein bisschen besonders sind. Das wird nochmal unterstützt durch meine etwas experimentelle Faltung in der Mitte. Diese wird durch das eingezogene band gehalten...

Hoffe, die Farben kommen beim Empfänger auch so gut an, wie bei mir ;-)

Dienstag, 24. Juni 2014

Stiftemäppchen


Dieses Stiftemäppchen habe ich nach einer mehr als dürftigen Anleitung aus einem TOPP-Buch genäht. Leider habe ich wohl die letzten Schritte nicht richtig verstanden, denn trotz Grübelei sind die Enden doch sehr zerknautscht und krumm geworden.
Wenigstens hatte ich mir einen schönen Stoff ausgesucht, so dass es insgesamt doch noch recht ansehnlich geworden ist...

PS: liebe Grüße an Tanja :)

Donnerstag, 19. Juni 2014

Ein Katzen-Türstopper von freundin.de

Diesen Türstopper habe ich nach einer Leichter-Leben-Anleitung von www.Freundin.de gefertigt. Das erste fertige Teil, was ich mit meiner neuenNähmaschine gemacht habe. Ist vielleicht nix besonderes, hat mir aber viel Spaß bereitet :-)
(Leichter leben 12/2010)

Mittwoch, 4. Juni 2014

Veronica Roth - "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung"

Quelle: www.amazon.de

Dritter Band von "Die Bestimmung" (Abschluss der Trilogie)

Über den Autor:
Veronica Roth wird 1988 geboren und stammt aus Chicago (USA, Illinois), wo sie während ihres Studium beginnt an ihrem großen Erfolgsroman "Die Bestimmung" zu schreiben. Bereits 2014 kommt eine Verfilmung des Fantasy-/Dystopie-Romans in die Kinos.
(Quelle: wikipedia)

ACHTUNG: Der folgende Text kann durchaus Spoiler enthalten, wobei ich mich stets bemühe nicht zu viel von der Handlung zu verraten...

Inhalt/Über das Buch:
Tris und Tobias haben einiges Überstanden und müssen sich nun auch noch vor der "neuen Justiz" verantworten. Doch sehr bald werden sie ihre Welt mit ganz neuen Augen betrachten - nichts ist verborgen, alle Geheimnisse werden beobachtet...

Meinung:
Die schwierige Frage ist, wie knöpft man an einen Krieg der Fraktionen an? Wie sollen die Personen auf diese Eindrücke und Erfahrungen reagieren?
Meiner Meinung nach hat es Veronica Roth geschafft, dass die Hauptcharaktere ehrlich zu sich selbst blieben.
Ich fange meine Beschreibung extra mit einem Lob an, da das Buch bereits von den Lesern zerrissen wurde und ich mir zwar vorstellen kann, woran das liegt, diese Bewertung aber nicht unterstütze. Tatsächlich fand ich das Ende wirklich schlüssig und auch überraschend. Das allein hat schon viel zu bedeuten, denn sehr leicht hätte Roth auch ein null-acht-fünfzehn-Ende kreieren können. Zum Glück war sie aber innovativ und hat kein "und sie lebten glücklich, bis ans Ende ihrer Tage"-Ende geschrieben. Das könnten ihr einige Leser übel genommen haben, ich aber nicht. Das Ende war gleichzeitig überraschend und auch dramatisch. Auf jeden Fall hat es mich berührt. Der Schluss des letzten Kapitels (vor dem Epilog) war in der Tat sehr weise und wird mir noch länger im Gedächtnis bleiben.

Leider muss ich gestehen, dass mir der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Tris und Tobias auch schwer gefallen ist. Da der Stil bei beiden Charakteren sehr gleich geschrieben ist, fällt es einem manchmal schwer nicht den Überblick zu verlieren, bei wem man gerade ist. Erst recht, wenn man das Buch mal für ein paar Tage weg legt, muss man nochmal zurückblättern, weil man sich nicht sicher sein kann, wer jetzt an der Reihe ist.
Nachdem ich das Ende gelesen hatte, war ich Roth jedoch dankbar, dass Sie den Wechsel zwischen den Beiden vorgenommen hat.

Was mir leider auch missfallen hat, war die Leichtigkeit mit der alle Charaktere mit der neuen Situation umgegangen sind. Der Wechsel viel niemandem wirklich schwer. Das kam mir doch recht unrealistisch vor. Bei solchen tiefgreifenden Lebensveränderungen können nicht alle Personen als so "abgebrüht" und charakterstark dargestellt werden. Leider nicht gut umgesetzt.

Daher auch nur meine mittelmäßige Bewertung. Weiterhin gefällt mir Roths Stil und die gesamte Umsetzung des Themas / der Idee. Auch der Abschluss der Geschichte sagt mir sehr zu. Mir hat die gesamte Trilogie gefallen, auch wenn der dritte Band etwas schwächelt und leider sehr an Spannung nachgelassen hat.

Fazit:
Insgesamt passt der Abschluss zu der Geschichte und muss von Fans auf jeden Fall gelesen werden. Alles in Allem eine gelungene Trilogie...

Zitat:
Wir verschränken unsere Hände und für einen Moment sitzen wir einfach nur da. Ich lehne mich gegen die Metallplatte. Der Himmel über uns ist fern und schwarz, der Mond ist wolkenverhangen. Dann ziehen die Wolken weiter und geben den Blick auf einen Stern frei. Es ist der einzige am dunklen Himmel. Als ich den Kopf in den Nacken lege, sehe ich die schemenhaften Umrisse der Gebäude entlang der Michigan Avenue, wie ein Spalier stummer Wächter.
[...]
(Kapitel 5)
Autor:Veronica Roth
Kategorie:Dystopie
Erstveröffentl.:2014
Ausgabe von:2014
Seiten:512
Verlag:cbt
ISBN:3-57-016157-9

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Freitag, 16. Mai 2014

Patrick Rothfuss - "Die Furcht des Weisen 2"

Bild-Quelle: www.klett-cotta.de


(Teil 3 der Königsmörder-Trilogie)

Zweiter Tag / Teil 2

Über den Autor:
Patrick Rothfuss wird 1973 in den USA geboren und studierte acht Jahre lang mit verschiedenen Schwerpunkten an der Universität von Wicsonsin. Seit 2001 unterrichtet er dort das Fach Englisch.

Sein erster Roman "Der Name des Windes" wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet und hat große Bekanntheit erlangt.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Achtung: dieser Text kann verständlicherweise kleine Spoiler enthalten, da es sich ja um den zweiten Band einer Trilogie handelt...

Kvothe erlebt immer neue Abenteuer unter seinem Fürsten und lernt die Fae und die Adem kennen. Doch als er nach langer Reise endlich wieder zuhause ist, hat sich kaum etwas geändert...

Meinung:
Als ich das Buch fertig gelesen hatte, war ich erstmal wie vor den Kopf gestoßen - ich wusste nicht, dass die Geschichte nicht abgeschlossen ist!? Immer war nur von der "Königsmörder-Trilogie" die Rede. Wie hätte ich darauf kommen können, dass dieser Band nahezu genau so endet, wie der erste Band!
Ich bin sehr enttäuscht. Keine einzige brennende Frage über Kvothe wurde beantwortet, wirklich Keine. Man hätte wenigstens einen kleinen Wink von der Entwicklung mitgeben können. Weder was mit Denna geschah, noch wie Kvothe zum Wirt wird, noch was es mit dem Königsmörder auf sich hat, wird beantwortet.

Ja klar, das Buch ist sehr gut geschrieben und die einzelnen Geschichten sind unglaublich unterhaltsam. Aber ich wollte eigentlich keine "Fantasy-Telenovela" lesen, sonder ein Epos, dass mich immer wieder in diese Welt versetzt. Wenn ich eine "Neverending-Story" lesen will, greife ich lieber direkt zu Game Of Thrones ;-)

Dabei hat mich das Buch schon berührt. Es geht auch immer wieder um wichtige Lebensfragen und teilweise philosophische Ansätze. Ein Thema das zum Leser durchdringt ist die Ausgeglichenheit der eigenen Seele. Die Passage in der Kvothe bei den Adem lernt, gleicht einer fernöstlichen Ausbildung in Meditation und Disziplin. Insgesamt geht es um Lernen und Verstehen. Alles sehr löbliche Themen, die mich aber immer noch nicht über dieses offene Ende hinwegsehen lassen.

Tatsächlich wurde das Buch in diesem zweiten Teil des zweiten Tages auch wieder deutlich spannender. ich frage mich, warum Rothfuss diesen Band unbedingt aufteilen musste? Es hätte der Geschichte besser getan, zusammen zu bleiben. Für mich jetzt kein riesen Problem, aber auch nur, weil ich alle Bände direkt hintereinander gelesen habe. Ich muss leider davon ausgehen, dass die Aufsplittung dem reinen Kommerz geschuldet ist.

Ob ich die Chronik wirklich weiterlesen werden, sobald der nächste Teil erscheint, wage ich zu bezweifeln. Dazu lasse ich mich wahrscheinlich nur verführen, wenn es einen Abschluss geben würde, wovon ich nun nicht mehr ausgehe. Dann werde ich einfach eine Zusammenfassung lesen, nur damit ich die weitere Handlung erfahre und lasse das Buch selbst im Regal stehen.
Schade.

Wird es jetzt nur noch endlose Fantasy-Serien geben, oder gehen den Autoren einfach nur die neuen Ideen aus?

Fazit:
Eine überragende Fantasy-Geschichte, die augenscheinlich als Neverending-Story auch die nächsten Jahre noch genug Geld einbringen soll und unvollendet bleibt.

Zitat:
Obwohl sie nur ganz schmal war, erkannte ich darin den Mond meiner Welt, wie ich ihn schon mein ganzes Leben lang kannte. Ihn hier an diesem merkwürdigen Ort zu sehen kam mir vor wie weit weg von zu Hause einem längst verloren geglaubten Freund zu begegnen.
[...]
(Kapitel 102 - Der ewig dahinziehende Mond)
Autor:Patrick Rothfuss
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2012
Seiten:522
Verlag:Klett-Cotta
ISBN:3-608-9392-2

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:
(Bewertung ohne Kritik 
an dem offenen Ende)
4